Kein Gewerbegebiet in unserem Grüngürtel am Vöckenberg!!

Die Fakten:

  • Die Ackerböden wurden bislang vom Geologischen Dienst NRW als besonders schützenswert ausgewiesen, laut Landwirtschaftskammer sind sie von oberster Güteklasse. Seitdem die Stadt Witten dort ein Gewerbegebiet errichten möchte, ist dies scheinbar alles plötzlich hinfällig?
  • Der Vöckenberg sorgt nicht nur für die Frischluftzufuhr in Stockum, der Innenstadt und in Teilen von Annen, sondern ist auch für die Abkühlung klimatisch für uns wichtig. Eine Bebauung würde hier bedeuten: weniger Frischluft, mehr Feinstaub, mehr Schadstoffe, eventuelle Geruchsbelästigung, höhere Temperaturen.
  • Auch ist der Vöckenberg ein Bestandteil des 'Regionalen Grünzugs E', für den Planungen und Maßnahmen im Bebauungsbereich grundsätzlich ausgeschlossen sind. Ist eine Bebauung bei solchen Flächen unumgänglich -was hier sehr fragwürdig ist- müsste eine Durchgängigkeit ohne Barriere-Effekt erhalten bleiben. Dies möchte die Stadt scheinbar mit einem schmalen 'Frischluftstreifen' unterhalb des Sportplatzes 'erfüllen', was völlig indiskutabel ist.
  • Auch die Frischluftzufuhr für den Dortmunder Süden wäre hier betroffen und unsere dortigen Nachbarn zeigen inzwischen an unserem Protest Interesse. Gespräche sind in Kürze geplant.
  • Für uns hier in Stockum würde dieses Gewerbegebiet neben den o.g. Fakten auch mehr Verkehr durch Transporter/ LKWs bedeuten, denn niemand glaubt wohl, dass diese ausschließlich über den Anschluss Pferdebach fahren werden.
  • Mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr Schmutz. Eine Schaden nicht nur für die Umwelt, sondern auch unser aller Gesundheit, denn jeder weiß, dass eine hohe Belastung zu Erkrankungen wie Allergien, Asthma und ähnlichem -ganz besonders bei Kindern- führt.
  • Auch der Wert von Eigentum wird durch den Bau des Gewerbegebietes sinken, bei dem derzeitigen Hebesatz der Grundsteuer B ein blanker Hohn für alle Hausbesitzer. Wir haben bereits angrenzend das Wullener Feld, das Salinger Feld, den Wittener Industrie und Technologie Park an der Annener Grenze und das Bebbelsdorf.
  • Wieviel Gewerbegebiet brauchen wir noch in Zeiten, in denen Gewerbetreibende aus Witten 'flüchten', weil auch der Hebesatz für die Gewerbesteuer unverhältnismäßig hoch ist?
  • Auch wird sich ausgeschwiegen, was für Firmen denn die vielen angepriesenen Arbeitsplätze mit sich bringen werden? Weiß man noch nicht, wer denn da Interesse haben könnte und baut 'einfach mal ins Blaue' oder sollen wir (besser) nicht wissen, was man uns da vor die Nase setzen möchte, denn die Planung lief ja auch still und heimlich, denn wir alle dachten ja, sie sei vom Tisch.
  • Hätten wir denn in Witten die passenden Arbeitskräfte oder müsste dann aus anderen Städten/Ländern erstmal 'qualifiziertes Personal' angeworben werden? Fragen, die niemand beatworten kann oder möchte?
  • Die direkt betroffenen Anwohner wissen im übrigen bis heute von offizieller Seite von NICHTS, die Stadt hält es wohl nicht für nötig, diese Menschen zu informieren? Warum? Vielleicht weil keiner die Frage hören möchte, dass dort, wo es ein langes Ringen um die Genehmigung eines Gartenhauses aus Holz gab, weil dadurch ja die Frischluftzuschneisung behindert würde, ein Gewerbegebiet an gleicher Stelle überhaupt nicht stören würde? Als Bürger fühlt man sich da doch auf den Arm genommen..
  • Fakt ist, dass wenn diese für uns so wertvolle einmal versiegelt ist, ist sie unwiederbringlich verloren. Also steht auf, werdet LAUT, sprecht mit anderen, tragt es weiter. Beteiligt Euch an den Unterschriften, schreibt Leserbriefe an Zeitungen und Beschwerdebriefe an die Stadt Witten, den RVR Essen und den Landtag. Nehmt an Informtionsmöglichkeiten wie zB. dem geplanten Stammtisch teil, fahrt mit zu Versammlungen um geballte Präsenz und Protest zu zeigen.

Macht Euch stark für ein schönes Stockum, ein schönes Witten in dem wir alle gerne leben möchten!!
Wir können was bewirken!